Astrid Lindgren: Lotta zieht um

Astrid Lindgren: Lotta zieht um

Bücherei: meine eigene

Gelesen: Oktober 2019

Sprache: deutsch

aus dem Schwedischen von Thyra Dohrenburg

Einband und Illustrationen von Ilon Wikland

Zahl der Seiten: 60

Verlag: Friedrich Oetinger Hamburg

Gattung: Kinderbuch

https://de.wikipedia.org/wiki/Astrid_Lindgren

Sehr gut bearbeiteter Artikel über diese berühmte schwedische Schriftstellerin.

Alle sind häßlich zu Lotta

Lotta ist ein kleines Mädchen, dass mit der Familie auf der Krachmacherstraße wohnt. Sie hat zwei älter Geschwister, die schon in die Schule gehen: Jonas und Mia-Maria. Ihr Papa geht ins Büro, aber Mama bleibt mit ihr zu Hause. Sie kümmert sich um sie und mag sie sehr. Alles ist gut und funktioniert ganz perfekt, aber eines Morgens wacht das kleine Mädchen und schon von Anfang an hat es schlechte Laune. Sie glaubt, Jonas und Mia-Maria haben ihren Teddy gehaut.

Lottas Teddy war ein dickes Schweinchen, das Mama aus hellrosa Stoff genäht und Lotta geschenkt hatte, als sie drei Jahre alt geworden war. Damals war der Teddy sauber und rosa und fein gewesen, jetzt war er schmutzig und sah wirklich aus wie ein richtiges Schweinchen.

/Seite 7/

Lotta sollte sich anziehen und Mama brachte ihr einen weißen Pullover, den die Großmama für Lotta gestrickt hatte. Lotta denkt, dass der Pullover kratzt und piekt und sie will ihn nicht anziehen. Sie will lieber das hellblaues Samtkleid anziehen.

Sonntag darfst du das Samtkleid anziehen,“ sagte Mama. „Heute wird dieser Pullover angezogen.“

Dann laufe ich lieber nackt herum,“ sagte Lotta

Dann tu das,“ sagte Mama und ging in die Küche hinunter.

/Seite 10/

Lotta geriet in Wut und Mama schickt sie ins Kinderzimmer, ohne mit ihr zu frühstücken.

Da begann Lotta zu brüllen, dass man es sogar bei Tante Berg im Nebenhaus hören konnte… Lotta stieß ein Geheul aus und schmiss den Pullover auf den Fußboden. Aber dann verstummte sie. Auf dem Fußboden gleich neben dem Pullover lag eine Schere, die Lotta immer gebrauchte, wenn sie Anziehpluppen ausschnitt. Ganz, ganz leise hob Lotta die Schere auf und schnitt ein großes Loch in den Pullover.

/Seite 16/

Sie hat auf diese Art und Weise den Pullover „bestraft“, weil er kratzt und piekt. Dann aber bekam Lotta Angst. Das Loch war nämlich ziemlich groß. Jeder konnte ihn sehen. Sie dachte zuerst, sie wird sagen, der Hund hat ihn kaputtgebissen. Sie schnitt noch die beiden Ärmel ab und dann knüllte sie ihn zu einem Ball. Den „Ball“ stopfte sie in den Papierkorb. Sie wollte den Pullover nicht mehr sehen!

„… sie sind alle häßlich zu mir,“ sagte Lotta zum Teddy. „Bloß deshalb schneide ich ja Sachen kaputt.“

/Seite 19/

Lotta zieht aus

Mama wollte mit Lotta einkaufen gehen, aber sie konnte nicht, weil sie den Pullover geschnitten hat. Sie begann wieder fürchterlich zu heulen und Mama ließ sie zu Hause.

Hast du die Absicht, den ganzen Tag solchen Krach zu machen? Ja, dann muss ich wohl allein einkaufen gehen.“

/Seite 20/

Lotta schrieb zum Abschied mit ihrer Familie einen Brief, nahm ihren Teddy und zog aus.

ICH BIN WEKESOGEN KUKT IM PAPIRKORP.

Wohin soll Lotta ziehen?

Lotta geht zur Tante Berg, die ihr einen Pullover gibt, der nicht kratzt und nicht piekt. Aber zum Wohnen kann sie Lotta nicht nehmen. Das einzige, was sie ihr anbieten kann, ist ein alter Schuppen.

Darin bewahrte Tante Berg ihren Rasenmäher auf und ihre Harke, ihren Spaten, ein paar Sack Kartoffeln, ein paar Sack Holz und dergleichen mehr. Über dem Schuppen war ein Boden. Dort hatte Tante Berg alte Möbel und anderen Kram stehen.

/Seite 26/

Lotta mietet eine Wohnung

Lotta entscheidet sich hier zu wohnen. Ihr ganzes Leben lang. Lieber hier als bei Nymans, die ein schönes gelbes Haus hatten und vor dem Haus einen wunderschönen Garten.

Tante Berg hilft ihr mit der Möbel und Lotta ist überglücklich. Sie findet ein Puppengeschirr und beginnt mit ihm zu spielen. Da gab es Tassen und Teller und eine Kuchenplatte und eine Kaffeekanne und eine Zuckerschale und einen Sahnegießer. Lotta hüpfte vor Freude.

Wenn Mia-Maria das sähe, dann würde sie wahnsinnig werden…“

/Seite 36/

Zusammen mit Tante Berg entdeckte sie noch eine große Puppe mit blauen Augen und schwarzen Haaren, die Viola Linnea hieß. Für die Puppe hat Tante Berg viele Puppenkleider genäht und Lottas Glück ist demnach vollkommen.

Auch das Essen kann sie von der Tante Berg in einem Korb bekommen.

Sie war richtig fröhlich und sang die ganze Zeit ein Liedchen, das sie konnte:

Komm´ ich in mein Häuschen klein,

bin ich nachts so ganz allein,

sitz´ im Schein des kleinen Lichts,

hab´ eine Katze und sonst nichts.

/Seite 44/

Lotta bekommt Besuch

Lotta spielte mit der Puppe, aber dann setzte sie sich auf einen Stuhl und dachte nach. Was sollte sie noch machen? Gott sei dank, dass sie einen Besuch bekommen hat. Jonas und Mia-Maria kamen aus der Schule. Lotta fragte sie, ob die Mutter weint und ob ihr leid tut, dass sie nicht zu Hause ist.

Natürlich weine ich meiner kleinen Lotta nach,“ sagte die Mama, die auch zu Besuch kam. Sie bewundert Lottas Haushaltung und schenkt Lotta eine kleine Blume. Auch Papa kommt, um zu jammern, dass sie weggezogen ist. Lotta aber bleibt hartnäckig. Sie ist entschieden länger als sieben Monate weg von zu Hause sein.

Bin ich nachts ganz allein…

Lotta sah, wie Jonas und Mia-Maria mit Papa Krocket spielen. Wenn es began zu dämmern, gingen alle drei ins Haus. Lotta blieb alleine.

Jetzt liegen Jonas und Mia-Maria sicher auch im Bett,“ sagte sie. „Und dann kommen Mama und Papa und sagen gute Nacht. Aber zu mir nicht…“ Lotta seufzte. Und dieser Seufzer war das einzige, was auf dem Boden zu hören war. Sonst war es ganz, ganz still.

/Seite 54/

Lotta versuchte ihr Lied zu singen, aber das Singen brachte sie zum noch größeren Weinen.

Komm´ ich in mein Häuschen klein,

bin ich nachts so ganz allein…“

Dann konnte die arme Lotta nicht mehr singen, sie weinte nur. Aber von unten kam Papa die Treppe herauf und er sang:

„… sitz´ im Schein des kleinen Lichts,

hab´ eine Katze und sonst nichts.“

Lotta weinte noch mehr. „Papa,“ schluchzte sie, „ich will wenigstens eine Katze haben.“ Dann nahm Papa Lotta in seine Arme, hob sie aus dem Bett und hielt sie fest. „Weißt du was, Lotta,“ sagte Papa, „Mama sitzt zu Hause und ist so traurig. Kannst du nicht wenigstens Weihnachten wieder nach Hause ziehen?“

/Seite 55/

Lotta will nach Hause und zwar gleich und sofort. Sie warf sich in Mamas Arme und ist entschieden nie wieder von ihr wegzuziehen. Sie sagt, dass sie von der Tante Berg einen „neuen weißen Pullover“ bekommen hat.

Darauf gab Mama keine Antwort. Sie saß stumm da und sah Lotta an. Da schlug Lotta die Augen nieder und murmelte: „Den anderen habe ich kaputtgeschnitten, und ich möchte gern entschuldigen bitte sagen, aber ich kann nicht.“

/Seite 56/

Aber wenn ich nun auch entschuldige bitte sage,“ sagte Mama. „Wenn ich sage: Entschuldige bitte, liebe Lotta, dass ich manchmal zu dir nicht nett gewesen bin.. ?“

Ja, dann kann ich entschuldige bitte sagen.“ Lotta schlang die Arme um Mamas Hals und drückte sie so fest, wie sie konnte, und sagte: „Entschuldige, entschuldige, entschuldige, bitte!“

/Seite 57/

Lotta singt noch vor dem Schlaf ihr Lied, aber am Ende sagt sie, dass sie nicht alleine ist, sovwie das Mädchen in dem gesungenen Lied. Damit ist eine andere Lotta gemeint. Bestimmt.

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