Heinrich Böll: Klopfzeichen

Heinrich Böll: Klopfzeichen

Bücherei: geliehenes

Vorgetragen in Banská Bystrica an der Universität: 1998

Sprache: deutsch

Notizen: deutsch

Ein Hörspiel

P1490455

http://www.studentshelp.de/p/referate/02/507.htm

L E B E N S L A U F

Biographie Heinrich Böll wurde am 21.12 1917 in Köln als Sohn eines Kunsttischlers geboren. Seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte er in einem katholischen Milieu, was sich auch teilweise in seinen Büchern widerspiegelt.

Nach dem Besuch der Grundschule und des Gymnasiums absolvierte er 1937 sein Abitur. Danach trat er für kurze Zeit in die Buchhändlerlehre ein und begann 1939 sein Studium für Germanistik und Altphileologie. Mit Kriegsbeginn erhielt er seinen Einberufungsbefehl zur Wehrmacht, wo er in Frankreich, Ungarn und der Sowjetunion eingesetzt wurde.Außerdem erlebte er Lazarett- sowie kurzfristige Gefangenenlageraufenthalte.

Noch während des Krieges heiratete Böll die Lehrerin Annemarie Cech. 1945 kehrte er wieder zurück nach Köln. Vier Jahre später publizierte er sein erstes Buch ”Der Zug war pünktlich”. Seine Werke beziehen sich hauptsächlich auf die Kriegs- und Nachkriegszeit, wie zum Beispiel ”Wo warst du Adam?” oder ”Wanderer kommst du nach Spa…”.

Mit der Zeit wird satirisches Erzählen immer mehr zu einer wichtigen Ausdrucksform für Böll. Für seine Werke wurde Böll unter anderen Auszeichnungen auch der Nobelpreis für Literatur 1972 zu teil. Heinrich Böll starb am 16.7 1985 in Bornheim – Merten.

K L O P F Z E I C H E N

Personen:

Ein Mann: Etwa 45 Jahre alt

Eine Frau: Mitte 30

Julius

Ein Priester

Ein Richter

Inhaltsangabe

Die Handlung spielt in irgend einem Einfamilienhaus, wahrscheinlich in Deutschland. Die Frau bereitet Mahlzeiten für das Erstkommunionsfest ihrer Tochter zu. Ihr Mann geht in den Räumen des Hauses hin und her und führt teils Selbstgespräche, teils kurze Gespräche mit seiner Frau.

Die Vorbereitungen für die Erstkommunion seiner Tochter erinnern ihn an die Zeit, in der er im Gefängnis sitzen hat müssen. Er hat nämlich zu einer Zeit als es verboten gewesen war, während des Krieges, einem hungernden Polen vor seinem Hause Brot und Zigaretten geschenkt. „Ich vergesse nicht, wie er dastand und stumm die Hände ausstreckte…“

Ein sehr gesetzestreuer Nachbar hat dies der Polizei gemeldet woraufhin er verhaftet worden ist. Während dieser Zeit im Gefängnis haben er und seine Zellennachbarn sich durch Klopfzeichen verständigt.

Er ist sozusagen der Mittelsmann zwischen Julius, der in der Küche arbeitete und dem Priester, der im Gefängnis heimlich die heilige Messe für die Gefangenen zelebriert hat, weil es verboten war gläubig zu sein.

Die Vorbereitungen zu Hause erinnern den Mann an diese Zeit, da der Priester Julius auf seine Erstkommunion vorbereitet hat, die er leider nicht mehr erlebt hat.

Er ist wegen Diebstahls an einem halben Löffel Mehls aus der Gefängnisküche hingerichtet worden. Er hat das Mehl gestohlen, um damit auf einem Bügeleisen Hostien für die verbotenen Messen zu backen. Diese Hostien sind während des täglichen Rundgangs heimlich unter den Häftlingen verteilt worden.

Ein Kassiber hat alles verraten und der junge Julius musste sterben. Seine letzten Wörter waren: „Ich glaube…“

Der Mann kann es noch immer nicht begreifen warum ein Häftling hingerichtet werden konnte, nur weil er Hostien backen und die heilige Messe feiern wollte.

Einige Monate nach Julius Tode ist die Messe in dem Gefängnis wieder offiziell eingeführt worden. Er hört nun ständig die Klopfzeichen von damals, als sich Julius und der Priester Dinge wie „Ich glaube“ oder „Vater unser im Himmel…“ gemorst haben.

Er bereitet sich nun auf das Fest vor, das seine Tochter am nächsten Tag feiern wird, Julius jedoch nie feiern konnte, obwohl er nur dafür gelebt hatte.

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